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Vor kurzem hatte ich ein Gespräch mit einer Person, das zeigt, wie schwer es für uns ist, trotz ernster Anzeichen eine Kehrtwendung hinzubekommen. Was war geschehen?
Eigentlich der "Standard": festgerannt in negativen Verhaltensweisen und Denkmustern, kreisenden Gedanken, mit Schlaflosigkeit und starken, psychisch bedingten Verspannungen, bereits als erstes Warnzeichen eine Krankschreibung, hat sich die Person an mich gewandt. Und, nicht überraschend, eine schnelle Lösung erhofft - um wieder "funktionieren" zu können.
Leider "funktioniert" das eben so nicht - es gibt keine rote oder blaue Pille, um das Problem magisch zu lösen. Um Enttäuschungen zu vermeiden, habe ich das auch so klar formuliert.
Was soll denn auch funktionieren? Lange eingeübte negative Verhaltensmuster bei Stress und schlechten äußeren Einflüssen haben etwas ausgebildet, was jetzt schadet. Über Jahre wurden Belastungen angehäuft und angehäuft, wie bei einem Gebäude wurde die Last immer größer und größer, bis durch einen kleinen zusätzlichen Schubs alles in sich zusammenfällt - und das soll plötzlich wie von Geisterhand verschwinden?
Natürlich können wir etwas gegen die akuten Beschwerden unternehmen - das gehört zur ersten Phase beim Ablauf der Beratung. Wir können schon Gesamtbefindlichkeit aufpäppeln, mit natürlichen Heilkräften etwas die Stimmung heben, vielleicht auch den Schlaf etwas "anschieben". Für kurze Zeit sehr gut, nützen sich diese Mittel aber auf Dauer und mit Dauerbelastung schnell ab. Gerade bei Schlafmitteln führt diese Krücke dann oft in die Abhängigkeit, weil es sonst "ohne" gar nicht mehr geht, bei "härteren" Wirkstoffen auch, weil sich die Schlafphasen aktiv verschieben. Der Körper lässt sich eben nicht hinter das Licht führen, und wenn, dann nur kurzfristig.
Weiterlesen: "An die Wand genagelt" - oder: nichts ist so schwer, wie sich selbst zu ändern.

KI - allgegenwärtig.
"Mach doch Deine Texte mit KI"! Ein Ratschlag zur Website, sicher sehr gut gemeint, der mich aber zum Nachdenken bringt.
Was will ich hier bezwecken? Wieso trete ich für Sie aus dem täglichen Geschäft in meinen Apotheken heraus, nehme mir als Burnout-Berater Zeit für eine einzelne Person, dazu noch in einer anderen, vertrauten Umgebung? Geldmacherei? Sicher nicht, ein Drittel bis die Hälfte frisst sowieso die Steuer, jeder Handwerker beispielsweise verlangt noch mehr (und nichts gegen Handwerker - jeder, der Fleiß und Hingabe in eine Aufgabe steckt, hat meinen Respekt).
Wieso also?

Wann ist der Mann ein Mann?
Eine Frage, die sich viele Männer aller Altersstufen, aber gerade in fortgeschrittenem Alter, immer häufiger stellen. In einer Zeit, in der die typischen männlichen Eigenschaften durch die Emanzipation der Frau und Gender Studies nur noch negativ als aus der Zeit gefallen, schädlich, wenn nicht sogar „toxisch“ erscheinen, in der sich die Gesellschaft vollkommen in Richtung auf die positiven Auswirkungen des Weiblichem ausrichtet, kommen die Männer nicht nur in eine gesellschaftliche, sondern immer häufiger in eine persönliche Sinnkrise.

Sterne, Sternenhimmel. Was verbinden wir damit?
Sterne - die milliardenfach glitzernden Pracht am Nachthimmel. Was bedeuten sie für uns? Die berühmten, spannenden und herausfordernden "unendlichen Weiten", die in ihrer Pracht und Gewaltigkeit jede Vorstellungskraft sprengen, oder nur ein flehentliches "beam me up, Scotty!", um bloß nur möglichst schnell und einfach weit weg von allem kommen?
Es kommt ganz darauf an, was wir daraus machen!
Natürlich können wir uns irgendwo in der Unendlichkeit verlieren, uns zurückziehen, einfach verschwinden - oder aber unsere unendlichen Möglichkeiten nutzen, hinter jedem Stern etwas Neues entdecken! Unsere ach so kleine Welt von einer höheren Warte aus betrachten.
Für uns soll es so sein: der Sternenhimmel als Feld der unendlichen Möglichkeiten.

Eigentlich ist alles in Ordnung - oder?
Karriere, Beruf, Familie, Freunde - alles wunderbar? Es gibt die Statussymbole, den regelmäßigen Urlaub, man beneidet Sie? Alles ist in bester Ordnung? Oder?
Oder doch nicht?

Was bedeutet überhaupt "Coaching"? Lassen Sie mich ein paar Zeilen zu dem Thema nachdenken:
In diesem neudeutschen Begriff lassen sich verschiedene Bedeutungen interpretieren: im schlimmsten Fall bedeutet "Coaching" eine Art von Training, eine Konditionierung. Wie beim klassischen Springreiten werden die "Gecoachten" dazu gebracht, immer höher und ohne Rücksicht auf Verluste über die bereitgelegten Stöckchen zu springen. Adaption ans System, Anpassung auf Biegen und Brechen, die Kunst der vollkommenen Verschmelzung. Aber zu welchem Preis?
Weiterlesen: Beratung? Coaching? Oder wie es nicht funktioniert